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Kassel, 06.10.2009

Projektstart: Modellkommune soll Lösungen für eine nachhaltige Energieversorgung aufzeigen


Dr. Henrich Wilckens (2.v.r.), Vorstandsvorsitzender von E.ON Mitte, deENet-Geschäftsführer Dr. Martin Hoppe-Kilpper und Günther Cramer, Vorstandssprecher von SMA Solar Technology AG, stellten nähere Einzelheiten zu dem Wettbewerb unter dem Leitthema "Regionale Energieversorgung 2020“ im Rahmen eines Pressegesprächs in Kassel vor. Rechts im Bild: E.ON-Mitte Kommunikationsleiterin Angela Ettl.

Ein nachhaltiges, zukunftsweisendes Energiekonzept für Städte und Gemeinden unter dem Leitthema „Regionale Energieversorgung 2020“ will E.ON Mitte in einem gemeinsamen Projekt mit regionalen Forschungseinrichtungen und Unternehmen entwickeln. Bei der Vorstellung der Initiative erklärte E.ON Mitte-Vorstandsvorsitzender Dr. Henrich Wilckens: „Es geht darum aufzuzeigen, welche konkreten Erzeugungs- und Energieeinsparpotenziale im regionalen Umfeld einer Kommune vorhanden sind und was konkret zu tun ist, um die vorgegebenen nationalen Klima-schutzziele in dieser Kommune zu erreichen.“

Wettbewerb zur Auswahl
einer Modellkommune

Der erste Schritt des Projektes ist ein Wettbewerb zur Auswahl einer Modellkommune, in der das innovative Energiesystem der Zukunft umgesetzt und anschaulich demonstriert werden soll. Die Projektpartner bei der Bera-tung, Analyse und Umsetzung sind das Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien e.V. (deENet), die Fraunhofer-Institute für Windenergie und Energiesystemstechnik e.V. (IWES) und für Bauphysik (IBP), die SMA Solar Technology AG sowie die Samco Networks GmbH & Co.KG. „Dieses Projekt ist ein wichtiger Baustein für die weitere Profilierung der Region als Standort für zukunftsweisende Lösungen im Bereich der dezentralen Energieversorgung“, unterstrich deENet-Geschäftsführer Dr. Martin Hoppe-Kilpper.

Zusammen mit der noch auszuwählenden Modell-Kommune aus dem E.ON Mitte-Netzgebiet werde eine kommunale Energiestrategie entwickelt und umgesetzt. Analysiert würden zum Beispiel die Potenziale zur regionalen Energieerzeugung und zur Nutzung von Energieeffizienzmaßnahmen.

Ziele seien außerdem die Umsetzung eines intelligenten Stromnetzes mit hoher regionaler Einspeisung aus Erneuerbaren Energien und die Entwicklung zukunftsfähiger Geschäftsmodelle, die die regionale Wertschöpfung erhöhten. Der weitere Ausbau dezentraler Energiequellen benötige in Zukunft weitaus intelligentere Stromnetze. Hoppe-Kilpper: „Das Projekt bietet der Modellkommune außerdem die Möglichkeit, einen kommunalen Energiebeauftragten über einen Zeitraum von drei Jahren zu finanzieren.“

Neue Anforderungen
an das Netzmanagement

„Der Stromerzeugung aus Photovoltaik-Anlagen wird zukünftig eine immer größere Bedeutung im Energiemix zukommen. Dies ist mit neuen Anforderungen an das Netzmanagement verbunden,“ erklärte Günther Cramer, Vor-standssprecher der SMA Solar Technology AG. „Wir möchten daher in diesem Projekt nach innovativen Lösungen suchen, die einen intelligenten Betrieb des Niederspannungsnetzes und dadurch den Anschluss großer Erzeugungskapazitäten von Photovoltaik-Anlagen und anderen dezentralen Generatoren ohne teuren Netzausbau ermöglichen.“ In das Netz von E.ON Mitte speisen bereits jetzt über 15 000 dezentrale Erzeugungsanlagen ein. (gmb)

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